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PM: Putschversuch in Offenbach! Steckt die berüchtigte Hartz IV Hilfe dahinter?

Erstellt am 20.07.2016

 +++ Panzer und Barrikaden in der Berlinerstraße +++ 

 Die Berlinerstraße in Offenbach wird seit gestern Abend 23 Uhr von zwei Panzern der Hartz IV Hilfe Putschisten blockiert.

Uniformierte Sozialberater der Hartz IV Hilfe steigen aus den Panzern aus und verteilen Flugblätter mit staatsfeindlicher Lügenpropaganda. Sie behaupten unter anderem, dass man so genannte "Widersprüche" gegen die Bescheide des Jobcenters MainArbeit einlegen dürfe, und dass die MainArbeit angeblich sogar "Anträge" entgegen nehmen müsste.

Ein unglaublicher Vorgang, der den Sturz der rechtmäßigen Alleinregierung des rechtmäßigen Alleinherrschers Dr. S. zum Ziel haben könnte.

Ob die CIA in die Sache verstrickt ist, ist derzeit unbekannt. Aber der Mossad und die ISIS sind ganz sicher mit dabei, und die PKK sowieso!

 +++ Verhandlungen, aber kein Waffenstillstand +++ 

Für diese Woche kündigen die Putschisten überraschend an, in Verhandlungen mit den Vertretern des alten politischen Systems zu treten.

Der erste Verhandlungstermin findet statt am: Donnerstag, den 21.07.2016, 13:00 Uhr Ortszeit, im Amtsgericht Offenbach, Kaiserstraße 16-18   (Nähe Hauptbahnhof)

Auf Anordnung des rechtmäßigen Alleinherrschers müssen sich die Putschisten dort zum wiederholten Male in einem Strafprozess wegen "Hausfriedensbruch" ihrer Verantwortung stellen. 

Die Verhandlung ist öffentlich, und Gäste sind beim Amtsgericht in Offenbach ja sowieso immer gerne gesehen. Außer manchmal.

 +++ Auch wieder mit dabei: Terroristenführer T. +++ 

Auf der Anklagebank sitzt am Donnerstag ein besonders übler Vertreter der berüchtigten Hartz IV Hilfe. Der Sozialberater Roman T. soll im Jahr 2015 angeblich vom Jobcenter erwartet haben, bei einer Vorsprache im Schalterbereich als Bevollmächtigter eines Kunden bedient zu werden.

Darf ein Jobcenter Bürgern einfach so unterstellen, sie hätten Unterschriften gefälscht? Darf ein Jobenter einfach so Personalausweise einziehen? Darf ein Jobcenter außerhalb seines Grundstückes Bürger einfach so am Arm packen und schubsen? Darf ein Jobcenter die Polizei anlügen?

Und was macht die MainArbeit eigentlich mit dem ganzen Geld, das sie vollkommen unabhängig von den Leistungsakten der Kunden zu Unrecht bei anderen Behörden einkassiert?

Droht den Putschisten jetzt die Todesstrafe? Oder hat sich der Sozialberater T. schon längst in die USA abgesetzt? Wieviele Richter müssen hinterher von Dr. S. wegen Terrorverdacht entlassen werden?

 +++ Märchenstunde mit Dr. S. +++ 

In den Hinterzimmern des Jobcenter-Palastes üben die regierungstreuen Truppen schon wieder den Ernstfall: Sie trainieren systematisch, wie man grundlos Beistände abweist.

Neuerdings soll es sogar eine Dienstanweisung(!) geben, die besagt, dass Kunden generell nicht mehr mit einer Begleitperson zur Vorsprache erscheinen können. Das wird noch spannend: Denn auch hiergegen läuft natürlich bereits ein Widerspruch der Putschisten.

Ein anderes Verfahren wegen einer unbegründeten Abweisung als Beistand ist bereits seit einem Jahr vorm Sozialgericht Frankfurt anhängig. In diesem Verfahren behauptet die MainArbeit unter anderem sie würde gar keine Personalauweise kopieren. Die Hartz IV Hilfe weiß es besser: Denn in den Akten der MainArbeit befinden sich sogar Scans von Personalausweisen. Und beim Scannen gibt es keinen Freiraum mehr für irgendwelche juristische Auslegungen. Es ist zweifelsfrei verboten.

Über der MainArbeit kreisen seit heute morgen Kampfhubschrauber. Offenbar sind auch mehrere Hubschrauber inzwischen unter der Kontrolle der Putschisten.

 

aus dem Exil grüßt:

 

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