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Erklärung von Tacheles zur lebensgefährlichen Messerattacke am Morgen des 11. April

Wir sind bestürzt über die Ereignisse, die sich in jener Nacht  vor und im Autonomen Zentrum abspielten. Zuallererst wünschen wir dem schwerverletzten Antifaschisten und Freund, der sich noch immer in lebensbedrohlichem Zustand in Intensivbehandlung befindet, viel Kraft, Beständigkeit und eine baldige Genesung. Wir sind mit Dir und hoffen, dass Du bald wieder unter uns bist!
Über die Umstände im Zusammenhang mit dem Rettungs- und Polizeieinsatz sind wir fassungslos. Der Polizeieinsatz selbst, war völlig überzogen und brutal und hat angesichts des lebensbedrohlichen Zustands unseres Freundes den Rettungseinsatz selbst in unverantwortlicher Weise verzögert. Die in sich widersprüchlichen Äußerungen der Polizei bedienen holzschnittartig gängige Feindbilder und machen Stimmung gegen das Autonome Zentrum, die dort aktiven jungen Menschen und seine Gäste. Die Anwesenden werden als Täter dargestellt. Stattdessen standen viele von ihnen in dieser Nacht schwer unter Schock und  kämpfen zum Teil noch immer damit, ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
Wir sehen in der Aggression rechter Nazi-Hooligans einen Angriff auf das Autonome Zentrum, der bewusst und mit erschreckend hoher Gewaltbereitschaft ausgeführt wurde. In dieser neuen Bedrohungslage drücken wir gegenüber dem Autonomen Zentrum Wuppertal und dessen Aktivist*innen unsere Solidarität aus. Der Ort, die konsequente antifaschistische Arbeit sowie die sonstigen Aktivitäten und Impulse, die von dort ausgehen, sind wichtig für unsere Stadt.
Das AZ muss an der Gathe bleiben!
Wuppertal, 26. April 2015
Der Vorstand des Tacheles e.V.      

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