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Jahresarchiv

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Wuppertal Newsletter 23.01.2023

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

unser heutiger Newsletter zu folgenden Themen:


1. Aktion Letzter Freitag - Solidarisch durch die Krise! / Freitag 27.01.2023
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Explodierende Energiekosten und kein Geld? Wir informieren!

Kommt alle am letzten Freitag im Januar, 27.01.2023, um 16:00 Uhr zum WSW-Kundencenter, Wall 31, in Wuppertal-Elberfeld!

Alles ist teurer geworden, auch Strom und Heizung. Viele haben schon krass hohe Heizkosten- und Stromabrechnungen bekommen, andere fürchten sich jetzt schon davor, was sie machen sollen, wenn die Abrechnung kommt. Oft ist es gar nicht möglich, einfach nicht zu heizen - gerade, wenn Kinder oder alte und kranke Menschen mit in der Wohnung leben. Und auch für sonst niemanden ist eine kalte ungeheizte Bude schön.

Am letzten Freitag im Januar gehen wir deshalb zum Kundencenter der Wuppertaler Stadtwerke am Wall in Elberfeld, um gegen hohe Energiepreise und unzureichende Hilfen der Regierung zu protestieren und gleichzeitig darüber zu informieren, wo es Hilfe geben kann.

Wir wollen...

- ... mit Euch darüber sprechen, wie Ihr mit hohen Energierechnungen umgeht.

- ... Infos über Energie-Hilfen austauschen.

- ... darauf aufmerksam machen, dass die bisherigen Hilfsprogramme zu wenig sind.

Wir fordern:

- Warme Wohnungen für alle!

- Mehr Energie-Hilfen für Leute mit wenig Geld!

- Stopp von Strom- und Gassperren!

- Herausnahme der Stromkosten aus dem Hartz-IV-Regelsatz. Strom muss in die Kosten der Unterkunft und in voller Höhe übernommen werden!

- Schnellen Ausbau von erneuerbaren Energien!

 

PS: Am 27. Januar jährt sich zugleich auch der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Es versteht sich von selbst, dass gerade an diesem Tag (und auch sonst immer!) Nazis, Antisemit*innen, Rassist*innen, usw. auf unserer Kundgebung nicht willkommen sind.

Die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal veranstaltet an diesem Tag einen Rundgang zu "Stolpersteinen" in Wuppertal: https://alte-synagoge-wuppertal.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/namen-und-menschen

 

2. Mampferando – Essen für Lebenskünstler*innen auf der Straße benötigt Unterstützung
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Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie verteilen im Projekt Mampferando Ehrenamtliche jeweils samstags und sonntags selbst gekochte warme Mahlzeiten an die Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben.

Die Lastenräder mit warmem Essen, Heißgetränken und Süßem werden jeweils sehnsüchtig erwartet.  

Nun benötigt das Projekt, das an den Verein Tacheles angeschlossen ist, Unterstützung. Hier der Text:

Du hast Lust, dich für eine tolle Sache ehrenamtlich zu engagieren? Du fährst gern Fahrrad und magst Menschen in allen Lebenslagen? Dann bist du bei uns genau richtig.

Wir sind Mampferando – wir kochen und verteilen an jedem Wochenende Essen an Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Dafür organisieren wir jeweils für Samstag- und Sonntagnachmittag Teams an Menschen, die kochen und welche, die das Essen dann mit Lastenrädern verteilen.

Nun suchen wir dringend neue Mitstreiter*innen für das Verteil-Team.

Natürlich kannst du dich auch gerne melden, wenn du Interesse hast, zu kochen.

Telefon: Laila 0178 3774249, oder per Mail unter Gine@tacheles-sozialhilfe.org

Du findest uns außerdem bei Facebook oder Instagram

 

3. Praktikumsplatz bei Tacheles e.V. in Wuppertal ab sofort frei
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Tacheles sucht ab sofort (studentische) Praktikant*innen, die Lust haben sich für die Rechte von Armen stark zu machen und einen Einblick in die Sozialberatung mit Existenzsicherungsrecht SGB II/SGB XII zu erhalten.

Der Verein Tacheles redet Tacheles, wenn es um die Rechte sozial benachteiligter und erwerbsloser Menschen geht. Seit fast 30 Jahren macht der Verein auf Prozesse sozialer Ausgrenzung sowie die Einschränkung der Rechte "Armer" aufmerksam und formuliert im Namen der Betroffenen Forderungen an verantwortliche Stellen. Gegründet wurde der Verein 1994 als Selbsthilfeinitiative von Betroffenen für Betroffene.

Durch seine erfolgreiche Arbeit und klare Positionierung auf der Seite von Leistungsbeziehenden hat es Tacheles zu bundesweiter Bekanntheit und Anerkennung gebracht.

Neben der politischen Arbeit ist es dem Verein auch wichtig, an der Basis zu arbeiten. Deshalb führen wir Sozialberatung mit den genannten Schwerpunkten durch. Auch hier streitet Tacheles für die Rechte von Betroffenen und hilft, die Leistungsansprüche durchzusetzen.

Tacheles bietet
-       Mitarbeit in einem tollen Team
-       Kollegiale Beratung und Hilfe
-       intensive Einarbeitung und Fortbildungen im Bereich SGB II und XII
-       Flexible Arbeit vor Ort und von zu Hause (wenn gewünscht) sowie Raum eigene Ideen und Projekte umzusetzen

Das solltest Du mitbringen

-       Zeit und Lust für die Rechte von Menschen zu streiten
-       Empathie und soziale Kompetenz
-       Teamfähigkeit und Fähigkeit zum eigenverantwortlichen und strukturierten Arbeiten
-       Motivation eigene Ideen einzubringen und umzusetzen
-       Kenntnisse im Umgang mit Computern und Office sind von Vorteil

Lust, mehr zu erfahren?

Dann melde dich per E-Mail an  info@tacheles-sozialhilfe.de

 

4. Neue Mietobergrenzen für Unterkunftskosten im SGB II und SGB XII bisher nicht vom Jobcenter/Sozialamt bekannt gegeben
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Spätestens alle zwei Jahre müssen die Werte für Unterkunfts- und Heizkosten angepasst werden. In Wuppertal wird sich dabei an dem Mietpreisspiegel orientiert. Der neue Mietpreisspiegel ist draußen. Link hier: https://t1p.de/7vctq

Das bedeutet spätestens zum 01.01.2023 müsste Jobcenter/Sozialamt in Wuppertal ausgehend von dem neuen Mietpreisspiegel die sog. Mietoberwerte anpassen. So aber nicht in Wuppertal.

Hier handelt die Wuppertaler Sozialverwaltung grob fahrlässig bzw. durch die nicht rechtzeitige Anpassung entstehen für die Leistungsberechtigten Nachteile, da sie nicht wissen, in welcher Höhe sie eine Unterkunft anmieten können und gekürzte Mieten werden auch nicht angepasst.
Wenn die Verwaltung es nicht auf die Reihe bekommt, sich an gesetzliche Maßgaben zu halten, darf das nicht zum Nachteil der Leistungsberechtigten sein, daher fordern wir die Verwaltung auf, in der Übergangszeit die Mietobergrenzen um pauschal 10 %  zu erhöhen.


Auch in der Sache hat sich in Wuppertal nichts bewegt. Angeblich soll die Mietobergrenze diesen Monat erscheinen. Andere Jobcenter/Sozialämter kriegen das ohne Probleme hin, Wuppertal nicht.



5.  Das Wohngeld-Desaster ist perfekt: – Online gestellte Anträge sind verschwunden
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Die Bürgerbeauftragten in SH informieren: Aufgrund eines Systemfehlers ist eine Online-Beantragung von Wohngeld nicht möglich. Bereits gestellte Anträge wurden nicht an die zuständigen Behörden übermittelt.

Daher ist allen Betroffenen zu raten, die auf das Online-Antragsverfahren vertraut haben und keine Eingangsbestätigung erhalten haben, jetzt nochmal mit Zugangsbeweis einen Wohngeldantrag zu stellen. Das kann per Mail, Fax oder schriftlicher Eingangsbestätigung erfolgen, ist das Wohngeldamt nicht erreichbar, kann der Antrag bei jeder anderen Sozialbehörde oder auch Kommunalbehörde gestellt werden, diese sind nach § 20 Abs. 3 SGB X Entgegennahmepflichtig und nach § 16 Abs. 2 SGB I Weiterleitungspflichtig.

Mehr Infos dazu https://t1p.de/f9lga

So, das war es dann wieder für heute.

Mit freundlichen Grüßen

Euer Tacheles Team

 

Harald Thomé / Tacheles e.V.  

 

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