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SoVD-PM: Ältere Arbeitslose nicht auf Ein-Euro-Jobs abschieben

Erstellt am 07.10.2004

Die Überlegungen der Bundesagentur für Arbeit, ältere Arbeitnehmer in Ostdeutschland auch für mehrere Jahre in Ein-Euro-Jobs zu beschäftigen, sind ein Offenbarungseid.

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Pressemitteilung Nr. 71/2004

Berlin, 6. Oktober 2004

SoVD: Ältere Arbeitslose nicht auf Ein-Euro-Jobs abschieben

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:
Die Überlegungen der Bundesagentur für Arbeit, ältere Arbeitnehmer in Ostdeutschland auch für mehrere Jahre in Ein-Euro-Jobs zu beschäftigen, sind ein Offenbarungseid. Mehr als Beschäftigungstherapie hat man älteren Arbeitslosen offenbar nicht anzubieten.
Ältere Arbeitnehmer dürfen nicht auf Ein-Euro-Jobs abgeschoben werden. Sie haben Anspruch darauf, weiterhin in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. Es muss alles daran gesetzt werden, ihnen einen regulären Job zu vermitteln oder sie für neue Aufgaben zu qualifizieren.
Wir sehen darüber hinaus die Gefahr, dass die Ein-Euro-Jobs für ältere Arbeitnehmer nicht mehr die Ausnahme sind, sondern zur Regel werden. Einen derartigen Präzedenzfall darf es nicht geben.
Wir halten Ein-Euro-Jobs nach wie vor für ein arbeitsmarktpolitisch untaugliches Instrument, weil sie Langzeitarbeitslosen keinerlei Perspektive bieten.
V.i.S.d.P.: Dorothee Winden

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